Nach der vermeidbaren Niederlage im Relegationsspiel zur Kreisliga A am Ende der letzten Saison gegen Fortuna Mönchengladbach hieß es bei Uns einen neuerlichen Anlauf zu unternehmen. Für die meisten Kenner der Szene lief es auf einen Zweikampf mit den Schwarz-Gelben von Türkiyemspor hinaus und sie sollten Recht behalten.

Mit Frank Lammerz sollte ein Trainernovize im Seniorenbereich die Geschicke lenken. Ihm zur Seite stand Dirk Kehrbusch, der vom A-Ligisten Welate Roj wechselte. Sowohl Wickrathhahn als auch Türkiyemspor blieben die ersten fünf Spiele ohne Niederlage und bildeten zu diesem Zeitpunkt mit Lürrip II, den Red Stars und dem SV 08 Rheydt die Tabellenspitze.  

Spieltag sechs sollte dann für den weiteren Saisonverlauf entscheidend sein. Beim ärgsten Widersacher, den Red Stars, verlor man mit 0:1 und die Aufstiegswünsche erlitten einen Dämpfer. Unsere mannschaft merkte, dass die anderen auch Fußball spielen können. Mit besserer Einstellung folgte am nächsten Spieltag ein 4:0 gegen Lürrip und ein direkter Kontrahent wurde vorläufig aus dem Titelrennen geworfen. In den kommenden Begegnungen wurde gegen Holt, Absteiger aus der Kreisliga A, mit 15:0 gewonnen. Gegen Ry 08er folgte ebenfalls ein 4:0 und der nächste Mitbewerber war zunächst mal außen vor. Gegen Venn folgte ein 13:1-Erfolg.  

Dann stellte der elfte Spieltag wieder alles in Frage. Trotz guter Möglichkeiten ging Süchtelns Drittvertretung nach fast einer Stunde Spielzeit in Führung. Wütende Angriffe folgten, aber der Ball fand nicht den Weg ins gegnerische Tor. Drei Minuten vor dem Ende dann doch die Erlösung, als Patrick Scheulen per Foulelfmeter zumindest einen Zähler rettete. Danach folgte ein 9:1 gegen Rheindahlen II. 

Zum Spitzenspiel Türkiyemspor kamen über 730 zahlende Zuschauer und damit wurde ein neuer inoffizieller Zuschauerrekord für ein reguläres Kreisliga B-Spiel im FVN-Kreis 4  gesetzt. Und das Spiel an sich hielt, was erwartet wurde: Tempo, Kampf um jeden Zentimeter, gelungene Spielzüge, Torchancen, Platzverweise, Strafstöße, und …. Die Führung der Gastgeber resultierte aus einer direkt verwandelten Eckeund mit dieser Führung ging Türkiyemspor in die Pause. Nach einer Stunde Spielzeit dezimierten sich beide Teams, wobei die Rote Karte von Rico Goman vollkommen überflüssig war. Minuten später dann Handelfmeter, den Patrick Scheulen zum verdienten Ausgleich nutzte, kurz darauf sogar die Führung durch Jens Philipp. Bis zur 86. Minute sah alles nach einem Sieg für Wickrathhahn aus, doch deren ehemaliger Spieler Eyüp Tasyapan sorgte für den Ausgleich. Somit blieb in der Tabelle mit Beginn der Winterpause alles beim Alten.

Fast obligatorisch für die letzten Jahre der Wechsel von Trainern und Spielern. Torsten Trautmann vom Ligarivalen Süchteln III sollte die Mission Aufstieg zu einem positiven Abschluss bringen. Alle Spiele bis zur Neuauflage des „Spiels der Spiele“ wurden gewonnen. Trotzdem war Blau-Weiß weiterhin „nur“ Zweiter in der Tabelle. Fast 950 zahlende Zuschauer bedeuteten einen neuen inoffiziellen Rekord. Die alte Bestmarke wurde um gut 200 getoppt. Pascal Schmitz mit einem sehenswerten Treffer sorgte bereits nach zehn Minuten für ausgelassene Stimmung unter den Anhängern der Blau-Weißen. Mit der knappen Führung ging es in die Pause. Es war zu erwarten, dass, nachdem Wickrathhahn den ersten Spielabschnitt dominierte, ein anders eingestelltes Türkiyemspor dem entgegenwirken will. Und es dauerte nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff und die Partie wurde wieder auf Null gestellt. Der „Noch-“Tabellenführer hatte in Halbzeit zwei das Heft in die Hand genommen und war spielbestimmend. Aber Patrick Scheulen hatte etwas gegen eine neuerliche Punkteteilung und markierte zwei Minuten vor dem Ende den Siegtreffer. Endlich hatte „Hahn“ die Tabellenspitze erklommen und sollte diese auch in den letzten beiden Saisonspielen nicht mehr abgeben. Somit war der direkte Aufstieg geschafft.

Die Vereinsführung möchte sich nochmals bei allen Beteiligten, die zum Aufstieg beigetragen haben, für ihr Engagement recht herzlich bedanken und wünscht allen, die den Weg nicht weiter mitgehen wollen, viel Erfolg.